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Überlandflugeinweisung bis ins Gebirge

Am Sonntag, 30.6. starteten drei Flugzeuge der Fliegergruppe Waldstetten zu einem Flug ohne genaues Ziel. Einfach mal wieder „Segelfliegen“ stand auf dem Programm. Die zwei Piloten, Dominik Krieg und Marvin Krieg flogen auf einsitzigen Flugzeugen und Flugschüler Marcus Hofele mit Fluglehrer Patrick Krieg im Duo Discus.

Los ging es auf dem Hornberg mit einem F-Schlepp wo wir nach dem Ausklinken der Schleppmaschine Richtung Albstadt weiterflogen. Die Bedingungen waren anfänglich nicht einfach, so dass wir auf der Alb schon kurz vor der Landung auf anderen Flugplätzen standen. Auf Höhe Blaubeuren sah die Wetteroptik im Süden sehr gut aus und so beschlossen wir ins Gebirge zu fliegen. Über das Donautal hinweg nahmen wir Kurs Richtung Memmingen.
Unsere Flughöhe reichte leider nicht aus, um über die Kontrollzone hinweg zu gleiten. Daher nahm ich über Funk Kontakt mit dem Memminger Turm auf und fragte nach einer Freigabe zum Durchflug der Kontrollzone in Richtung Süden. „D-4218 Freigabe erteilt! QNH 1024 hp, wir erwarten eine Boing 747 in 5 Min. auf der Landebahn 25, melden sie Einflug in die Kontrollzone.“
Nach dem Durchflug meldeten wir das Verlassen der Zone und bekamen die Genehmigung die Funkfrequenz zu verlassen. An dieser Stelle nochmals vielen Dank an Memmingen!

Weiter ging es über Marktoberdorf, Füssen bis nach Reute, wo wir die Wende nahmen und die schöne Bergwelt wieder verließen. Nur einer durfte die Bergwelt noch länger, allerdings leider vom Boden aus, anschauen. Dominik Krieg kam nicht mehr über einen Bergrücken nahe dem Grenztunnel und musste in Vils Außenlanden.
Zurück in Füssen waren die Wetterbedingungen schlechter und unsere Flughöhe mit 300 m sehr gering, so dass wir kurz vor der Landung auf dem Flugplatz Füssen waren. Bis wir wieder annehmbare Flughöhe hatten, waren gut 30 Min. vergangen. Nach diesen Anstrengungen flogen wir gemeinsam mit Marvin Richtung Heimat. Leider ließen wir uns von der Optik der Wolken täuschen, flogen zu weit östlich und kamen nahe Augsburg heraus, wo entlang der Donau der Boden noch sehr feucht und somit die Thermikentwicklung sehr schlecht war. Und wie wenn es für Flugschüler Marcus Hofele nicht schon spannend genug und die Bergwelt eine neue Erfahrung gewesen wäre, kam jetzt noch eine Außenlandung dazu.
Auch Marvin erwischte es dann schließlich noch bei Gundelfingen mit einer Außenlandung.

Ein schöner Tag neigte sich dann, mit Lehrreichen und tollen Erfahrungen wie das Überlandfliegen an sich, Freigaben einholen, in den Bergen fliegen und Außenlanden für einen Flugschüler und den anderen Piloten zu Ende.

Patrick Krieg